Samothraki
Samothraki, Donnerstag, 14. Mai 2026
Die letzten paar Tage verlangten uns viel Geduld und ruhige Nerven ab. Am Montag passierte natürlich nichts mit dem Transit Log. Ich fragte wieder nach, war das Warten satt. Nachdem wir die Nachricht bekamen, dass wir eben doch in die Türkei müssen und dann bei Wiedereintritt nach Griechenland das neue Transit Log beantragen können, riss bei mir der Geduldfaden komplett. Letzten Sommer hatten sie uns versichert, dass das neue Transit Log kein Problem wäre, da ein neues elektronisch erstellt werden könne. Bla, bla bla. Am Dienstag gingen wir persönlich bei Maria (Custom) vorbei. Wir verbrachten gut 2 1/2Std in ihrem Büro. Es wurde viel geredet, ein Telefon hier, ein Telefon da. Am Schluss zeigte sich doch eine Lösung ab. Am Mittwoch sollte der Agent um 9.00h kommen, damit er das Transit Log erstellen kann. Es wurde 10.00, dann 11.00 um 11.30h trafen wir dann Mr. Stavros. Er war sehr nett und entschuldigte sich für die Verspätung. Die elektronische Form des Transit Logs sollte alles einfacher und schneller machen, was leider fernab der Realität entspricht. Wir verbrachten weitere 2 Std mit Mr. Stavros. Morgen müssen wir uns vor der Abreise noch kurz bei der Port Police abmelden, wurde uns mitgeteilt. Erleichtert, dass wir nun endlich ein gültiges Transit Log haben, liessen wir uns das Nachtessen in der Taverne mit einem feinen grossen Fisch geniessen. Am Mittwochmorgen noch schnell zur Port Police und dann endlich los – war die Meinung. Schnell – kennt man hier in Porto Lagos nicht. In einem anderen Gebäude, die Liegekosten bezahlen, aber nur mit Banküberweisung! Sobald das bestätigt ist, wieder zur Port Police. Dort wieder warten, bis diese alles kopiert und in ihren Computer eingetippt haben. Es ist einfach kaum zu glauben…. HEUREKA, wir konnten endlich ablegen. Das Wetter war angenehm, leicht bewölkt, schwacher Wind auf die Nase. Nach 40sm erreichten wir den Hafen von Therma in Samothraki, hinter uns schon dunkle Regenwolken. Wir wissen, dass die Einfahrt heikel ist. Der Hafen versandet immer mehr, da er direkt neben einem Fluss errichtet wurde. Ein weiterer Segler half uns beim Anlegen. Die Zeit reichte gerade noch, um unser Fleisch und Gemüse auf dem Grill zu braten bevor es zu regnen anfing. Wir assen im Schiff und der Regen prasselte unaufhörlich auf das Deck. Draussen wehte ein starker Wind und die dunklen Wolken hingen tief. Was für ein erster Tag unserer Reise. Es hat die ganze Nacht immer wieder geregnet. Heute Morgen ist die Situation nicht viel besser. Wir hocken im Schiff, lesen und schreibe diesen Text. Das Wetter sollte sich langsam bessern, hoffentlich!
Jamas, angekommen
klein, aber trocken die Regenwolken kommen näher
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